Ampel mit einem Prozesswert ansteuern
Das Objekt Ampel zeigt drei Lampen: oben Rot, in der Mitte Gelb und unten Grün. Die ersten drei Bits eines gemeinsamen Zahlenwerts schalten die Lampen einzeln oder in Kombination.
1. Ampel auswählen und platzieren
- Öffnen Sie die gewünschte Seite im Entwurfsmodus.
- Wählen Sie links unter Anzeigen das Objekt Ampel.
- Platzieren Sie es auf der Zeichenfläche.
Öffnen Sie die Objekteigenschaften per Doppelklick. Geben Sie als Namen Anlage_Ampel_01 ein. Das Feld Text / Startwert bleibt im Beispiel auf Ampel: Hier steht die sichtbare Beschriftung. Die Testwerte werden später beim SPS-Symbol eingestellt.
2. Eigenes SPS-Symbol vorbereiten
Klicken Sie bei der Prozessvariable auf Symbol. In der Kommunikationstabelle sind zunächst die sieben Symbole aus den vorherigen Übungen vorhanden. Öffnen Sie Tabelle bearbeiten.
Legen Sie eine neue Zeile an oder duplizieren Sie eine passende Zeile. Tragen Sie die folgenden Beispieldaten ein:
- SPS / Gerät
Modbus_Testserver- Symbol
Anlage_Ampel- Adresse
40009- Simulationswert
0– alle Lampen aus- Datentyp / Länge
UINT16/ 1 Register- Beschreibung
- Steuerwort Ampel
- Verbindung im Beispiel
127.0.0.1, Port502, Unit-ID1
Wählen Sie anschließend Anlage_Ampel in der Kommunikationstabelle aus. Die Symbolinformationen zeigen Modbus TCP direkt, Holding Register 40009 und UINT16.
3. Symbolzuordnung übernehmen
Die Symbolauswahl trägt Gerät, IP-Adresse, symbolische Variable, Adresse, Datentyp und Registerangaben gemeinsam in die Objekteigenschaften ein.
Ordnen Sie den vollständigen Zahlenwert zu. Die drei Lampen werten dessen Bits 0 bis 2 selbst aus; es werden keine drei getrennten BOOL-Symbole benötigt.
4. Farben und Zahlenwerte verstehen
Bit 0 hat den Wert 1 und schaltet Rot. Bit 1 hat den Wert 2 und schaltet Gelb. Bit 2 hat den Wert 4 und schaltet Grün. Für Kombinationen werden die Werte addiert.
- 0
- Alle Lampen aus
- 1
- Rot
- 2
- Gelb
- 3 = 1 + 2
- Rot und Gelb
- 4
- Grün
- 5 = 1 + 4
- Rot und Grün
- 6 = 2 + 4
- Gelb und Grün
- 7 = 1 + 2 + 4
- Alle Lampen an
Die Farben stehen in fester Reihenfolge. Die Ampel erzeugt keinen automatischen zeitlichen Ablauf; der zugeordnete Wert bestimmt den Zustand. Verwenden Sie für diese Übung ganze Zahlen von 0 bis 7.
5. Über den Simulationswert testen
Die folgenden Originalbilder wurden mit dem Simulationswert in der SPS-Tabelle aufgenommen. Verwenden Sie die Simulation des Projekts, damit der Tabellenwert die Anzeige versorgt.
- Stellen Sie in der SPS-Tabelle für
Anlage_Ampelzunächst den Simulationswert0ein und speichern Sie die Tabelle. - Kehren Sie zur Prozessseite zurück und starten Sie den Testmodus mit F5.
- Beenden Sie für den nächsten Versuch den Testmodus, ändern Sie den Simulationswert in der Tabelle und speichern Sie erneut. Starten Sie den Testmodus wieder.
- Prüfen Sie nacheinander die Werte
1,3,2und4.
Bei aktiver Verbindung zu einer realen Datenquelle bestimmt der gelesene Prozesswert die Anzeige. Ein geänderter Simulationswert allein verändert keinen Wert in einem Modbus-Testserver oder einer SPS.
6. Häufige Fragen
Warum bleibt die Ampel dunkel?
Bei Wert 0 sind alle Lampen aus. Prüfen Sie außerdem Symbolzuordnung, Datenquelle und Simulationswert. Ohne einen auswertbaren Zahlenwert bleibt die Anzeige ebenfalls dunkel.
Warum leuchten bei 3 zwei Lampen?
Die Ampel verwendet einzelne Bits: 3 ist 1 + 2 und schaltet deshalb Rot und Gelb ein. Grün benötigt den Wert 4.
Warum reagiert sie nicht auf Mausklicks?
Die Ampel ist eine Anzeige. Ändern Sie den Simulationswert oder verwenden Sie eine Werteingabe mit demselben Symbol.
Kann die Ampel selbst eine Schaltfolge abspielen?
Nein. Eine Folge wie Rot → Rot/Gelb → Grün → Gelb entsteht durch entsprechend wechselnde Prozesswerte.
Wie erhalte ich frei konfigurierbare Etagen und Blinkfunktionen?
Verwenden Sie dafür das gesonderte Objekt Meldeleuchte.
Objekte bearbeiten: Tastenkürzel
Für Verschieben, Kopieren, Sperren und Löschen gelten die allgemeinen Tastenkürzel für Objekte. Übernehmen Sie die Eigenschaften und speichern Sie das Projekt.