Einstellungen – Programm und Projekt einrichten
Die Einstellungen aus der Topbar verstehen: Bildbearbeitung, Startverhalten, Zeitformat, Schrift, Bildschirmtastatur, Kommunikation und Sprache.
1. Welches Einstellungsfenster ist das?
Einstellungen in der Topbar öffnet dieses Fenster. Es enthält Programmvorgaben und Einstellungen für das aktuelle Projekt. Die Einstellungen einer einzelnen Seite öffnen Sie dagegen über die Seitenliste.
Das Bild zeigt unter anderem Windows Paint als Zeichenprogramm, die Schrift „System“, ausgeschaltete automatische Abmeldung, Autosave alle fünf Minuten und Kein Kommunikationstreiber – nur Simulation. Diese Werte sind der gezeigte Projektstand, keine Empfehlung für jede Anlage.
2. Zeichenprogramm und letzter Projektstart
- Programmdatei für Bildbearbeitung
- Legt das verwendete Zeichenprogramm fest. Im Beispiel steht mspaint.exe für Windows Paint.
- Extern auswählen
- Öffnet die Auswahl einer Programmdatei. Nur ein bekanntes, vertrauenswürdiges Zeichenprogramm zuordnen. Ein Pfad zu einem fremden Rechner muss am Bedienrechner nicht funktionieren.
- Interner Bildeditor
- Trägt den internen Bildeditor als Auswahl ein. Dieser Button startet in diesem Dialog nicht unmittelbar eine Bildbearbeitung. Anschließend die Einstellungen übernehmen.
- Letztes Projekt beim Start automatisch laden
- Legt fest, ob PamaGlawe beim nächsten Programmstart das zuletzt verwendete Projekt automatisch lädt. Das ist eine Programmeinstellung. Vor der Bedienung trotzdem prüfen, welches Projekt tatsächlich geöffnet wurde.
Zeichenprogramm und automatisches Laden werden beim Übernehmen in den Programmeinstellungen gespeichert.
3. Datums- und Zeitformat des Projekts
Hier legen Sie den globalen Projektstandard für Datums- und Zeitdarstellungen fest. Das Beispiel dd.MM.yyyy HH:mm:ss ergibt etwa 15.09.2026 18:30:45.
- dd / MM / yyyy
- Tag, Monat und vierstellige Jahreszahl.
- HH / mm / ss
- Stunde im 24-Stunden-Format, Minute und Sekunde.
Groß- und Kleinschreibung beachten: MM bedeutet Monat, mm bedeutet Minute. Ein ungültiges Format wird beim Übernehmen abgewiesen. Eine Änderung des Formats stellt nicht die Uhr des Rechners um. Objekte mit einer eigenen Formatvorgabe können davon abweichen; siehe Datum/Zeit.
4. Standardschrift und Projekt-Schriftart setzen
Die Auswahlliste Schriftart für neue Projektobjekte legt die Standardschrift fest. „System“ verwendet die Systemschrift. Wählen Sie eine Schrift, die auch auf dem späteren Bedienrechner verfügbar ist.
Projekt-Schriftart setzen wendet die gewählte Schrift unmittelbar auf unterstützte vorhandene Textobjekte aller Projektseiten an. Dabei bleiben individuelle Größen, Farben, Fett/Kursiv und Ausrichtungen erhalten. Die reine Auswahl einer Standardschrift und die Umstellung vorhandener Objekte sind also zwei unterschiedliche Schritte.
Wichtig: Der Button wirkt bereits im geöffneten Dialog. Ein späteres Abbrechen unten macht diese bereits ausgeführte Änderung nicht rückgängig. Nach einem Schriftwechsel Beschriftungen, Zeilenumbrüche und Platzbedarf auf den Seiten kontrollieren und das Projekt speichern.
5. Benutzer, Abmeldung und Autosave
Benutzer verwalten und Rollen verwalten öffnen die bereits beschriebenen Verwaltungsdialoge. Die Zusammenfassung zeigt Kontenanzahl und Anmeldung. Die vollständige Anleitung steht unter Benutzer und Rollen.
Automatische Abmeldung: 0 schaltet sie aus, 1 bis 1440 legt die Zeit in Minuten fest. Eine dauerhaft offene berechtigte Sitzung erlaubt nachfolgenden Personen Bedienungen mit diesen Rechten. Ablauf und Verhalten sind in der Anleitung zur Abmeldung erklärt.
Automatisch speichern: 0 bedeutet aus; 1 bis 1440 Minuten sind möglich. Im Bild sind 5 Minuten eingestellt. Details und Bedeutung des Speicherzustands stehen unter Autosave. Nicht mit der automatischen Abmeldung verwechseln: Die Zahlen steuern zwei unabhängige Funktionen.
6. Bildschirmtastatur
Bildschirmtastatur bei Runtime-Eingaben öffnen unterstützt die Bedienung ohne physische Tastatur, beispielsweise am Touchpanel. Textfelder erhalten eine QWERTZ-Tastatur, Werte- und PID-Felder einen Zahlenblock.
Die Option betrifft Eingaben zur Laufzeit. Sie gibt keine zusätzlichen Schreibrechte frei. Nach dem Einschalten im Playmodus ein Textfeld und ein Zahlenfeld testen und prüfen, ob die Tastatur die benötigten Bedienelemente verdeckt.
7. Kommunikationstreiber und Simulatoren
Für das Projekt wird hier genau eine Kommunikationsauswahl getroffen:
- Modbus TCP direkt
- Kommunikation über den direkten Modbus-TCP-Treiber.
- Siemens S7 / Moka7
- Kommunikation über den S7/Moka7-Treiber.
- OPC UA
- Kommunikation über OPC UA.
- Kein Kommunikationstreiber – nur Simulation
- Die im Bild aktive Auswahl für einen Betrieb ohne ausgewählten Kommunikationstreiber. Simulierte Werte sind keine realen Anlagenmessungen.
Die Treiberauswahl ersetzt nicht die korrekte Geräte- und Signalzuordnung in der SPS-Tabelle. Vor dem Wechsel auf einen echten Treiber Zielgerät und Adressen prüfen: Bedienaktionen im Playmodus können dann echte Prozesswerte schreiben.
Simulatoren … öffnet die Simulatorverwaltung. Ein Kommunikationstreiber kann auch mit einem passenden Testserver arbeiten; allein der Treibername beweist deshalb weder eine reale Verbindung noch einen Simulationsbetrieb. Bei geänderten Treiber- oder Simulatoreinstellungen kann Übernehmen die verwalteten Simulatoren stoppen und neu vorbereiten/starten. Änderungen mit laufenden Tests abstimmen. Die Details dieses Unterfensters werden gesondert erklärt.
8. Oberflächensprache
Die Auswahl bestimmt die Oberflächensprache des Projekts. Im Bild ist Deutsch gewählt. Mit Übernehmen wird die Änderung angewendet und die Oberfläche aktualisiert.
Eine andere Oberflächensprache ersetzt keine fachliche Prüfung frei eingegebener Projekttexte. Beschriftungen und Meldungen im gewünschten Sprachstand kontrollieren; das Werkzeug Übersetzer ist ein eigener Einstieg unter Tools.
9. Übernehmen, Abbrechen und Berechtigungen
Übernehmen prüft die Eingaben und aktiviert die Einstellungen. Ein fehlendes Zeichenprogramm, ungültiges Zeitformat oder unzulässige Minutenwerte führt zu einem Hinweis. Programmvorgaben werden gespeichert; geänderte Projekteinstellungen anschließend zusätzlich mit Projekt speichern sichern.
Abbrechen schließt den Dialog ohne dessen noch nicht übernommene Hauptfelder anzuwenden. Es ist aber keine Rücknahme bereits separat ausgeführter Aktionen, etwa Projekt-Schriftart setzen oder gespeicherter Änderungen in der Benutzerverwaltung.
Bei eingerichteter Benutzerverwaltung können Berechtigte für Projekteinstellungen, Benutzer oder Rollen das Fenster öffnen. Allgemeine Einstellungen zu übernehmen erfordert jedoch Projekteinstellungen ändern; Benutzer- und Rollenverwaltung haben eigene Rechte. Der Zugriff auf dieses Fenster allein erlaubt somit nicht jede darin angebotene Aktion.
Kommunikation & SPS: Treiber und Geräteprofile Schritt für Schritt einrichten →