Optionsgruppe anlegen und an die SPS anbinden
Mit einer Optionsgruppe wählen Bediener genau einen Wert aus mehreren gleichzeitig sichtbaren Einträgen. Im Beispiel stehen Aus, Hand und Automatik zur Wahl; jede Option besitzt einen eigenen SPS-Wert.
1. Optionsgruppe auswählen und platzieren
- Öffnen Sie die gewünschte Prozessseite im Entwurfsmodus.
- Klicken Sie links unter Bedienen auf Optionen.
- Klicken Sie in einen ausreichend hohen freien Bereich der Zeichenfläche.
Öffnen Sie das Objekt per Doppelklick oder über das Kontextmenü. In den allgemeinen Eigenschaften legen Sie Name, Überschrift, Position, Größe und Prozesszuordnung fest.
2. Sichtbare Optionen und SPS-Werte festlegen
Klicken Sie auf Bedienobjekt einstellen. Jede Zeile verwendet das Format Text=Wert. Der Text erscheint neben einem Auswahlpunkt; der Wert wird bei einer Bedienung an die Prozessschnittstelle übergeben.
Aus=0- Markiert „Aus“ und schreibt den Wert 0.
Hand=1- Markiert „Hand“ und schreibt den Wert 1.
Automatik=2- Markiert „Automatik“ und schreibt den Wert 2.
3. Eigenes, schreibbares SPS-Symbol vorbereiten
Geben Sie dem Objekt einen eindeutigen Namen, beispielsweise Optionsgruppe_Anlage_01, und klicken Sie auf Symbol. Verwenden Sie ein eigenes Prozesssymbol und keine Adresse einer anderen Prozessgröße.
Duplizieren Sie eine passende schreibbare Zeile oder legen Sie eine neue Zeile an. Für das gezeigte Modbus-Testprojekt verwenden wir:
- SPS / Gerät
Modbus_Testserver- Symbol
Anlage_Optionsgruppe- Adresse
40005- Simulationswert
0, passend zur Option „Aus“.- Datentyp / Länge
UINT16/ 1 Register- Zugriff
- Lesen und Schreiben
- Register
- Holding Register; im Beispiel Lesen mit FC 03 und Schreiben mit FC 06.
Anlage_Optionsgruppe in das Objekt.4. Symbol in die Objekteigenschaften übernehmen
Die Symbolauswahl füllt SPS / Gerät, IP-Adresse, symbolische Variable, echte Adresse, Datentyp sowie Register- und Funktionscode gemeinsam aus.
Optionsgruppe_Anlage_01 und die vollständige Symbolzuordnung sind vorbereitet. Bestätigen Sie die Eigenschaften mit „Übernehmen“ und speichern Sie das Projekt.5. Optionsgruppe im Testmodus bedienen
Speichern Sie das Projekt und wechseln Sie mit F5 in den Testmodus. Beim Startwert 0 ist zunächst „Aus“ markiert.
Klicken Sie auf Hand. Der aktive Auswahlpunkt wechselt und PamaGlawe stellt den zugeordneten Wert 1 als Schreibanforderung bereit.
Wählen Sie anschließend Automatik. Der Wert 2 wird angefordert und nur der zugehörige Auswahlpunkt bleibt markiert.
Ist eine Benutzerverwaltung eingerichtet, benötigt die angemeldete Rolle das Recht zum Bedienen von Prozessobjekten.
6. Häufige Fragen
Warum kann ich nicht mehrere Optionen gleichzeitig markieren?
Das ist die vorgesehene Funktion einer Optionsgruppe: Alle Einträge gehören zu derselben Auswahl, daher ist immer höchstens ein Wert aktiv.
Warum wird beim Start keine Option markiert?
Der gelesene oder simulierte Prozesswert kommt in der Liste nicht vor. Ergänzen Sie die passende Zuordnung oder korrigieren Sie den Startwert des Symbols.
Warum lässt sich die Auswahl nicht bedienen?
Prüfen Sie Testmodus und Rollenrecht zum Bedienen von Prozessobjekten.
Warum wird nicht an die SPS geschrieben?
Kontrollieren Sie Symbolzugriff, Treiber, Verbindung, Adresse und Datentyp. Das Ziel muss Schreiben erlauben.
Wann sollte ich stattdessen die Betriebsart verwenden?
Verwenden Sie die Betriebsart, wenn wenig Platz verfügbar ist und eine aufklappbare Liste genügt. Die Optionsgruppe ist besser, wenn sämtliche Möglichkeiten dauerhaft sichtbar sein sollen.
Objekte bearbeiten: Tastenkürzel
Für Verschieben, Kopieren, Sperren und Löschen gelten die allgemeinen Tastenkürzel für Objekte. Änderungen an Auswahlwerten und Symbolzuordnung zuerst übernehmen und danach das Projekt speichern.