Bilder einfügen und anordnen
Ein Tank macht aus unserer beschrifteten Seite den Anfang eines Anlagenbildes. Sie wählen eine Grafik aus, platzieren sie unter der Überschrift und stellen ihre Größe ein. Für WORD-Statusanzeigen lassen sich anschließend fünf frei wählbare Grundbilder automatisch auf 16 Nibblezustände verteilen.
Bild auswählen
Klicken Sie links in der Objektpalette unter Grundobjekte auf Bild.
Es öffnet sich der Dialog „Bild oder Symbol auswählen“. Im Beispiel startet er im Bilderordner des geöffneten Projekts. Die vorhandenen Grafiken sind nach Kategorien sortiert.
Öffnen Sie Tanks → PNG und wählen Sie Tank_Senkrecht_Aus.png. Das ist in der Aufnahme der graue senkrechte Tank in der unteren Reihe, zweites Bild von links. Klicken Sie auf Öffnen.
Auf der Seite platzieren
Platzieren Sie die gewählte Grafik mit einem Klick auf der Zeichenfläche unterhalb der Überschrift. Öffnen Sie anschließend mit einem Doppelklick die Eigenschaften des Bildobjekts.
Die genaue Position lässt sich dort über X und Y einstellen. Beide Werte beziehen sich auf die Prozessseite, nicht auf das gesamte Programmfenster. Für unser Beispiel verwenden Sie X = 50 und Y = 100.
Eigenschaften einstellen
| Einstellung | Wert für die Übung |
|---|---|
| Name | Tank_01 |
| X / Y | 50 / 100 |
| Breite / Höhe | 200 / 200 Pixel |
| Drehung | 0 |
| Transparenz (%) | 100 — im gezeigten Stand vollständig sichtbar |
| Proportional | Aktiviert |
| Aktueller Testzustand | Aus |
| Bild Aus | Die ausgewählte Datei Tank_Senkrecht_Aus.png |
| Weitere Zustandsbilder | Leer lassen |
| Prozessvariable | Keine Zuordnung vornehmen |
Text / Startwert und das zusätzliche Feld Label bleiben leer; „Sichtbar“ neben diesem Zusatzfeld bleibt ausgeschaltet. Die vorhandenen Vergleichswerte müssen Sie für das statische Bild nicht ändern.
Proportional erhält das Seitenverhältnis der Grafik. Der Objektbereich ist hier 200 × 200 Pixel groß; die sichtbare Tankkontur muss diesen Bereich nicht vollständig ausfüllen. Transparente Ränder einer PNG-Datei gehören ebenfalls zur Grafik.
WORD-Statusbilder aus fünf Grundbildern
Ein Bildobjekt kann vier Bits eines SPS-Wortes als Zustandsnummer auswerten. Die 16 Kombinationen benötigen keine 16 verschiedenen Dateien: Sie legen lediglich je ein Grundbild für Aus, Ein, Hand, Störung und Wartung fest. Pamaglawe verteilt diese fünf Zuweisungen auf alle Nibblewerte und ergänzt die aktiven Zustände als separate Statuszeichen.
4.1 Dosierpumpe einsetzen
Klicken Sie links unter Grundobjekte auf Bild, wählen Sie im Projektordner Pumpen → PNG → Pumpe_Dosier_Aus.png und platzieren Sie die Pumpe auf der Prozessseite.
4.2 Fünf Grundbilder zuweisen
Öffnen Sie die Eigenschaften mit einem Doppelklick. Nach dem Einfügen ist zunächst nur Bild Aus mit der gewählten Datei belegt.
Wählen Sie über die jeweilige Schaltfläche Bild anschließend die vier weiteren Dateien. Für die Übung verwenden Sie:
| Feld | Beispieldatei | Vergleichswert |
|---|---|---|
| Bild Aus | Pumpe_Dosier_Aus.png | 0 |
| Bild Ein | Pumpe_Dosier_An.png | 1 |
| Bild Hand | Pumpe_Dosier_Hand.png | 2 |
| Bild Störung | Pumpe_Dosier_Stoerung.png | 4 |
| Bild Wartung | Pumpe_Dosier_Wartung.png | 8 |
4.3 Status-WORD und Nibble festlegen
Ordnen Sie unter Prozessvariable das gewünschte Status-WORD zu. Öffnen Sie danach WORD-Statusbilder (16 Zustände), wählen Sie Status-WORD / Nibble und das auszuwertende Nibble. Nibble 1 verwendet Bit 0 bis 3, Nibble 2 Bit 4 bis 7 und entsprechend weiter.
| Bit im gewählten Nibble | Bedeutung |
|---|---|
| Bit 0 | Betrieb: Aus / Ein |
| Bit 1 | Handbetrieb |
| Bit 2 | Störung |
| Bit 3 | Wartung |
4.4 Die 16 Zustände automatisch belegen
Klicken Sie auf Bildfamilie automatisch zuordnen. Pamaglawe übernimmt die fünf aktuell eingetragenen Grundbilder und belegt damit alle 16 Karten. Bereits vorhandene Zuordnungen in diesen Karten werden durch diesen bewussten Neuaufbau ersetzt.
| Nibblewert | Verwendetes Grundbild |
|---|---|
| 0 | Aus |
| 1 | Ein |
| 2–3 | Hand |
| 4–7 | Störung |
| 8–11 | Wartung |
| 12–15 | Störung |
Bei mehreren gleichzeitig gesetzten Zuständen gilt für das Grundbild die Priorität Störung vor Wartung vor Hand vor Ein/Aus. Die kleinen Statuszeichen zeigen unabhängig davon jedes gesetzte Bit.
4.5 Statuszeichen aufrecht halten
Mit Statuszeichen separat und aufrecht dreht sich nur das Grundbild. Die Zeichen für Betrieb, Hand, Störung und Wartung bleiben unabhängig von der Objektdrehung lesbar.
Technische und realistische Bildgruppen
Die ergänzten Bilder liegen im Projekt unter Bilder in den passenden Kategorien, zum Beispiel Pumpen/PNG, Ventile/PNG und Tanks/PNG. Dateinamen mit Technisch_ kennzeichnen klare technische Symbole; Realistisch_ kennzeichnet die separat angebotenen Industrieansichten. Für die Bildauswahl mit Vorschau die PNG-Dateien verwenden. Vorhandene andere Bildgruppen können weiterverwendet werden. Die früheren Z00–Z15-Dateien werden für die neue Tankdemo nicht benötigt; die WORD-Zustandszuordnung mit 16 möglichen Werten bleibt erhalten. Für Pumpen stehen Aus, An, Hand, Störung und Wartung zur Verfügung. Leitungen werden mit Linie oder Polylinie separat gezeichnet und animiert.
Move: Bildbewegung über X-/Y-Variablen
Ein Bild kann im Playmodus seine Position anhand zweier Variablen verändern. Öffnen Sie die Bildeigenschaften und wählen Sie unter den Zustandsbild-Zeilen Bildbewegung, zwischen WORD-Statusbilder und Bereich zuordnen.
- In der SPS-Tabelle eigene numerische Symbole für die Position anlegen, beispielsweise
Auto_XundAuto_Y. Für negative Versätze einen vorzeichenbehafteten Datentyp verwenden. - Bewegung über Variablen aktivieren und die gewünschten X-/Y-Symbole auswählen. Pro Achse ist auch Keine Variable möglich.
- Übernehmen und das Projekt speichern. Im Playmodus die Werte über Werteingaben oder die lokale V-SPS verändern.
Die Werte sind Pixelversätze zur eingezeichneten Editorposition: X positiv = rechts, X negativ = links; Y positiv = unten, Y negativ = oben. Beispiel: X = 120 und Y = −35 verschiebt das Bild 120 Pixel nach rechts und 35 Pixel nach oben. Eine Achse ohne gültigen Zahlenwert erhält Versatz 0. Im Editor kehrt das Bild an seine ursprüngliche Position zurück.
Im bisherigen Versatzmodus muss die V-SPS die Positionswerte für eine fortlaufende Bewegung zyklisch ändern. Für die selbstständige Fahrt zu einem Ziel aktivieren Sie den nachfolgend beschriebenen Zielmodus. Die Bildzustandsvariable für Farben beziehungsweise Statusbilder bleibt davon unabhängig. Die Demo-Autos und der RTW verwenden bisher eine spezielle Demosteuerung; sie werden nicht automatisch auf diese Funktion umgestellt.
Quelle → Ziel: fahren und automatisch ausrichten
Aktivieren Sie zusätzlich Ziel anfahren und automatisch ausrichten. Jetzt geben die X-/Y-Variablen das Ziel als Versatz zur Editorposition vor. Quelle ist beim Start die eingezeichnete Position, später immer der gerade erreichte Standort. Die eingezeichnete Drehung wird im Editor beibehalten; im Playmodus berechnet die Zielsteuerung den Fahrwinkel.
- Ziel-X und Ziel-Y mit eigenen numerischen SPS-Symbolen verbinden. Ohne Variable gilt für diese Zielachse Versatz 0. Für Ziele links oder oberhalb der Editorposition vorzeichenbehaftete Datentypen verwenden.
- Geschwindigkeit (Pixel/s) einstellen, beispielsweise 100. Optional eine Geschwindigkeitsvariable zuordnen; sie ersetzt dann den festen Wert. Geschwindigkeit 0 pausiert, ein positiver Wert setzt die Fahrt fort.
- Unter Bildfront ohne Drehung auswählen, wohin die Front in der ursprünglichen Bilddatei zeigt – oben, rechts, unten oder links. Dabei nicht die bereits im Editor eingestellte Drehung einrechnen.
- Übernehmen, speichern und F5 drücken. Das Bild richtet sich zum Ziel aus, fährt geradlinig dorthin und bleibt dort stehen. Die V-SPS muss das Ziel nicht zyklisch erhöhen.
Während der Fahrt ein anderes Ziel eingeben: Das Bild fährt ohne Positionssprung von seinem aktuellen Standort weiter und passt sofort den Winkel an. Bei Stillstand bleibt der letzte Winkel erhalten. Beispiel: Editorposition 1300/160, Zielversatz 100/200 → Zielposition 1400/360. Danach Zielversatz 0/0 eingeben: Das Bild fährt zur Editorposition zurück.
Bei einer fehlenden zugeordneten Variable oder einem ungültigen Zahlenwert hält die Zielbewegung an. Es gibt keine Beschleunigung, Kurvenradien oder Kollisionsprüfung. Die Zielbewegung läuft im Playmodus unabhängig vom Start/Pause-Schalter einer V-SPS; zum Anhalten die Geschwindigkeitsvariable auf 0 setzen. Zurück im Editor werden Position und Drehung wiederhergestellt. Diese Funktion ändert vorhandene Demo-Autos nicht automatisch.
Beispiel: Auto über zwei Variablen bewegen
Die folgenden Aufnahmen zeigen die Einrichtung des bisherigen direkten Versatzmodus Schritt für Schritt. Der aktuelle Dialog bietet zusätzlich den Zielmodus. Die X-/Y-Variablen sind Pixelversätze, keine absoluten Seitenkoordinaten. Bei Versatz 0/0 bleibt das Bild an seiner eingezeichneten Position, unabhängig von seiner Drehung.
Zum Testen: Einstellungen übernehmen, mit F5 in den Playmodus wechseln und jeweils eine Positionsvariable ändern. X-Versatz 50 verschiebt das Bild um 50 Pixel nach rechts, Y-Versatz 50 um 50 Pixel nach unten. Beide Versätze wieder auf 0 setzen, um die Ausgangslage herzustellen.
Übernehmen und speichern
- Prüfen Sie Name, Position und Größe und klicken Sie auf Übernehmen.
- Kontrollieren Sie die Darstellung unterhalb der Überschrift.
- Speichern Sie das Projekt mit Strg+S und schließen Sie gegebenenfalls die Speicherbestätigung mit OK.
Auch nach späterem Verschieben, Vergrößern oder Austauschen der Grafik speichern Sie erneut. Autosave kann zusätzlich unterstützen; das Übernehmen im Eigenschaftsfenster ersetzt das bewusste Speichern der Projektdatei nicht.
LOCK / UNLOCK
Fertig platzierte Objekte mit Strg+L sperren. Strg+Umschalt+L entsperrt alle Objekte der aktuellen Seite. Sperren, Schlosssymbol und Bearbeitung überlappender Objekte erklärt.
Objekte bearbeiten: Tastenkürzel
Diese Kürzel beziehen sich auf die Objektauswahl im Entwurfsmodus. Schließen oder übernehmen Sie geöffnete Eigenschaftsdialoge und wählen Sie das Objekt auf der Zeichenfläche aus. Während Sie ein Textfeld bearbeiten, sind Textbearbeitung und Objektauswahl zu unterscheiden; verlassen Sie das Feld vor einer Objektaktion.
- Entf — Auswahl löschen
- Löscht die ausgewählten Objekte. Bei den hier gezeigten einfachen Objekten erfolgt dies ohne zusätzliche Bestätigung. Prüfen Sie deshalb vorher die Auswahl.
- Strg+Z / Strg+Y — Rückgängig / Wiederholen
- Macht eine verfügbare Objektänderung rückgängig oder stellt sie wieder her. Eine versehentliche Objektlöschung möglichst sofort mit Strg+Z zurücknehmen. Das ist keine allgemeine Wiederherstellung gelöschter Seiten oder Projektdateien.
- Strg+C / Strg+V — Kopieren / Einfügen
- Kopiert die Auswahl und fügt eine versetzte Kopie ein. Prüfen Sie danach Namen und gegebenenfalls mitkopierte Prozesszuordnungen.
- Strg+X — Ausschneiden
- Kopiert die Auswahl in die interne Objektablage und entfernt sie von der Seite. Mit Strg+V wieder einfügen.
- Strg+A — Alles auswählen
- Wählt die nicht gesperrten Objekte der aktuellen Seite aus.
- Pfeiltasten — Fein verschieben
- Verschiebt die Auswahl um einen Pixel in die jeweilige Richtung, soweit die Seitengrenzen es zulassen.
- Umschalt+Pfeiltaste — Zum nächsten Rasterpunkt
- Verschiebt die Auswahl in Rasterrichtung. Die Schrittweite richtet sich nach dem Seitenraster.
- Strg+L / Strg+Umschalt+L — Sperren / Entsperren
- Sperrt die Auswahl gegen weitere Auswahl im Entwurf; Strg+Umschalt+L entsperrt alle gesperrten Objekte der aktuellen Seite.
- Esc — Aktuelle Editoraktion beenden
- Bricht beispielsweise die Platzierung ab oder hebt die aktuelle Auswahl auf.
- Strg+S — Projekt speichern
- Speichert die übernommenen Änderungen. Nach Löschen, Verschieben oder Kopieren erneut speichern.
Sonderfälle: Der feste globale Alarmbereich lässt sich nicht löschen oder kopieren. Bei Struktur-Objekten mit zugeordneten Inhalten kann eine zusätzliche Rückfrage zum Umgang mit diesen Inhalten erscheinen.
Häufige Fragen
Der Tank wirkt zu klein
Prüfen Sie Breite und Höhe des Objektbereichs. Auch transparente Ränder in der Datei können dazu führen, dass die sichtbare Kontur kleiner erscheint. Lassen Sie „Proportional“ für eine unverzerrte Darstellung aktiviert.
Die Grafik fehlt
Prüfen Sie den Dateipfad in „Bild Aus“ und ob die Bilddatei noch vorhanden ist. Über den Button Bild in dieser Zeile können Sie sie erneut auswählen. Kontrollieren Sie außerdem die ausgewählte Seite und den Transparenzwert.
Der Tank wechselt seine Farbe nicht
Das ist für die Grundübung beabsichtigt. Für einen automatischen Bildwechsel ordnen Sie eine Prozessvariable zu und richten anschließend die WORD-Statusbilder wie im vorherigen Abschnitt ein.
Kann ich eine zusätzliche Beschriftung ergänzen?
Ja. Für einen frei positionierbaren Namen neben oder unter dem Tank können Sie ein weiteres Label verwenden. Für eine separate Zustandsanzeige steht bereits die Meldeleuchten-Anleitung bereit.