PamaglaweBedien- und Projekthilfe
Für Demo-Nutzer

Demo: Einstieg und Grenzen

Hier starten: Symbole und Adressformate, lokale Simulation und nicht verfügbare SPS-Verbindungen.

1. Was kann die Demo?

Mit der Windows-Demo können Sie Prozessbilder projektieren, Projekte speichern und Bedien- sowie Anzeigeobjekte im Playmodus lokal ausprobieren. Java, Standardbilder und die Offline-Hilfe sind im ZIP enthalten.

In der Demoversion stehen keine Kommunikationstreiber zur Verfügung. Das gilt auch für Modbus. Eine IP-Adresse, eine importierte Tabelle oder ein Projekt aus der Vollversion schaltet keine echte Verbindung frei. Freigeschaltete Zusatzbibliotheken sind nicht enthalten.

2. Ist die Demo auf Modbus-Adressen beschränkt?

Nein. Adressierung und aktive Kommunikation sind zwei verschiedene Dinge. Sie können Symboltabellen für Modbus, Siemens S7 und OPC UA vorbereiten und importieren. In einem Projekt ohne ausgewählten Kommunikationstreiber werden die Simulationswerte der Tabelle beim Start des Playmodus als lokale Anfangswerte verwendet.

SymboltabelleAdressbeispielVerbindung in der Demo
Modbus40007Nicht verfügbar
Siemens S7DB1.DBW0Nicht verfügbar
OPC UAns=2;s=NewSymbolNicht verfügbar

Neue Tabellenzeilen beginnen gegebenenfalls mit Modbus-Vorgaben. Das ist eine Vorbelegung, keine Beschränkung auf den Modbus-Adressraum. Für S7 oder OPC UA verwenden Sie zum Einstieg die passende Beispiel-CSV. Adresse, Datentyp und weitere Angaben müssen zum jeweiligen Tabellenformat passen.

Die lokale Simulation prüft weder die Erreichbarkeit einer SPS noch die Gültigkeit einer Node-ID auf einem OPC-UA-Server. Sie bildet auch nicht automatisch das Programm einer realen SPS nach.

3. In wenigen Schritten starten

  1. ZIP vollständig in einen eigenen beschreibbaren Ordner entpacken. PamaGlawe.exe starten.
  2. Ein neues Projekt anlegen und einmal unter einem eigenen Namen speichern. Damit erhält das Projekt seinen Namen und seine Ordnerstruktur.
  3. Unter SPS-Tabelle → CSV importieren eine passende Beispieltabelle aus dem Projektordner auswählen.
  4. Über Tabelle bearbeiten die Spalte Simulationswert pflegen. Eine Werteanzeige und bei Bedarf eine Werteingabe mit demselben Symbol verknüpfen.
  5. Projekt speichern und mit F5 den Playmodus starten. Anfangswert und lokale Bedienung prüfen.

Für den ersten Versuch ein neues Demo-Projekt mit einer CSV-Tabelle verwenden. Das Importieren einer Symboltabelle ist nicht dasselbe wie das Öffnen eines vollständigen Projekts mit bereits gespeicherter Treiberauswahl.

4. Wo liegen die Beispiele?

Nach dem ersten Speichern finden Sie die Beispiele im Projektordner unter Kommunikation/Beispiele/:

  • 01-Modbus-TCP/Kommunikation-Modbus-TCP.csv
  • 02-Siemens-S7-Moka7/Kommunikation-Siemens-S7.csv
  • 03-OPC-UA/Kommunikation-OPC-UA.csv

Die eigene Projekt-Symboltabelle liegt unter Kommunikation/<Projektname>_SYMBOLIK.csv. CSV speichern und Projekt speichern sind unterschiedliche Vorgänge. Details finden Sie in der Hilfe zur SPS-Tabelle.

4.1 Eine Testanlage animieren: Kreuzung mit vier Ampeln

Auch die Demo kann einen bewegten Anlagenablauf zeigen. Werteingabefelder ändern lokale Signale; verknüpfte Ampeln, Anzeigen und andere Objekte reagieren darauf. Ab 2.61.513 führt die V-SPS automatische Abläufe vollständig in PamaGlawe aus – ohne externen Simulator. In der Demoversion stehen keine Kommunikationstreiber zur Verfügung.

Demoprojekt Kreuzung herunterladen · Für die Automatik wird mindestens 2.61.513 benötigt. In 2.61.512 lässt sich dieses Beispiel über die Werteingabefelder manuell bedienen.

  1. Beispiel entpacken, PamaGlawe_Demo_Kreuzung.jvz öffnen und einmal unter einem eigenen Projektnamen speichern.
  2. F5 drücken und am V-SPS-Objekt auf Start klicken. Zunächst zeigen alle vier Ampeln Rot.
  3. Nord/Süd und Ost/West wechseln sich ab: gemeinsame Rotphase, Rot-Gelb, Grün, Gelb. Zwischen den Freigaben liegt jeweils eine gemeinsame Rotphase.
  4. Ampelpause schaltet bei laufender V-SPS auf Blinkbetrieb. Ost/West ist die untergeordnete Straße: Dort blinkt Gelb eine Sekunde an, eine Sekunde aus. Nord/Süd bleibt dunkel.
  5. Normalbetrieb startet den automatischen Ablauf erneut mit einer gemeinsamen Rotphase.
  6. Zum manuellen Ausprobieren zuerst Pause oder Stop an der V-SPS drücken. Wert eingeben und mit Enter übernehmen: 0 = Aus, 1 = Rot, 2 = Gelb, 3 = Rot-Gelb, 4 = Grün. Eine Eingabe steuert jeweils die beiden Ampeln einer Straße.

Pause hält das V-SPS-Programm an; Weiter setzt es fort. Das ist etwas anderes als die programmierte Ampelpause mit Blinkbetrieb. Playmodus beenden und neu starten lädt die Anfangswerte erneut. Das Beispiel ist ein editierbares Lernmodell.

Fahrzeuge, RTW und Ampelpause

Die Kreuzungsdemo enthält vier Fahrzeuge und einen zufällig ausgelösten RTW-Einsatz mit Blaulicht. Der RTW erhält Vorrang; bereits eingefahrene Fahrzeuge räumen zuerst die Kreuzung. Wartende Fahrzeuge können seitlich ausweichen und kehren nach dem Einsatz auf ihre Spur zurück. Das ist eine Demo-Funktion und keine vollständige Verkehrs- oder Sicherheitssteuerung.

Ampelpause lässt nur die untergeordnete Straße gelb blinken, mit Zustandswechseln im Ein-Sekunden-Takt; die Hauptstraße bleibt dunkel. Normalbetrieb startet die normale Folge wieder mit der gemeinsamen Rotphase.

Beim Kopieren der Buttonleiste bleiben die Funktionen und Zielseiten mitkopiert. Danach überflüssige Buttons löschen und die Zielseiten prüfen. Bearbeiten Sie ein Projekt nicht gleichzeitig in PamaGlawe und durch externe Dateibearbeitung: Ein späteres Speichern des alten geöffneten Stands kann externe Änderungen überschreiben.

Pause/Stop: Die zugeordneten Ampelausgänge gehen auf 0 (Aus), und die Kreuzungsfahrzeuge bleiben an ihrer aktuellen Position stehen – auch mitten auf der Kreuzung. Weiter setzt am gespeicherten Programmstand fort. Nach Pause/Stop gibt es keine automatische Räumphase oder vorgeschaltete gemeinsame Rotphase. Die Demo zeigt Visualisierungs- und V-SPS-Funktionen. Räumzeiten und eine definierte Wiederanlaufsequenz lassen sich im V-SPS-Programm ergänzen.

Das separate Auto rechts demonstriert Zielfahrt und Winkelausrichtung. Seine Beispielziele werden in der Ampelpause erzeugt. X/Y sind Versätze zur Editorposition; ein neues Ziel passt die Fahrtrichtung während der Bewegung an. Die Zielfahrt läuft unabhängig von der V-SPS weiter; Geschwindigkeit 0 hält das Bild an.

Seitenwechsel: stoppt die V-SPS der bisherigen Seite und schaltet ihre zugeordneten Ausgänge ab. Die Zielseite besitzt eine eigene, zunächst gestoppte V-SPS. Dort erneut Start drücken; der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch übernimmt den RUN-Zustand nicht.

In der Ampelpause fahren die Nord/Süd-Fahrzeuge mit einer separaten Fahrfreigabe, während ihre Ampeln dunkel bleiben. Der RTW-Vorrang kann sie weiterhin anhalten. Dieses Verhalten gehört zur Demonstration.

Tankdemo und Nibble-Funktion

Das vorbereitete Projekt PamaGlawe_Autotest enthält deutsche und englische Seiten für Kreuzung und Tankanlage. Diese Beschreibung bezieht sich auf den aktuellen Entwicklungsstand; der öffentlich angebotene ZIP-Download kann älter sein. Prüfen Sie die angegebene Downloadversion.

In der Tankdemo startet F5 den Playmodus. Start an der V-SPS beginnt den automatischen Wechsel zwischen Füllen bis zur oberen Grenze und Entleeren bis zur unteren Grenze. Die Beispielgrenzen liegen bei 5 % und 90 %; je nach Schrittweite kann der untere Umschaltwert leicht unterschritten werden. Für manuelle Versuche zuerst die V-SPS stoppen.

BitWertPumpenbedeutung
01Ein
12Handbetrieb
24Störung
38Wartung / gesperrt

Die Bitwerte werden addiert: 0 = Automatik/Aus, 1 = Automatik/Ein, 3 = Hand/Ein, 4 = Störung/Aus, 8 = Wartung/Aus. Die Buttons schalten einzelne Bits, der Rücksetzbutton löscht alle vier. Bild und Textzuordnung zeigen den kombinierten Wert von 0 bis 15. Störung oder Wartung unterbrechen das automatische Entleeren; die V-SPS nimmt dabei das Ein-Bit zurück. Eine eigene Projektlogik muss diese Verriegelung ausdrücklich umsetzen.

Bildbewegung über Variablen · Mehrsprachige Pumpenmeldungen

Pause/Stop: schließt das Zulaufventil und löscht die Pumpenfreigabe. Füllstand, Ablaufphase und die übrigen Pumpenbits bleiben erhalten. Weiter setzt ohne Nachholen der Pausezeit fort. Die Ausgangszuordnung ist unter V-SPS: Start, Pause, Weiter und Stop erläutert.

5. Häufige Fragen

Warum sehe ich keine Treiberauswahl?
In der Demoversion stehen keine Kommunikationstreiber zur Verfügung.
Kann ich einen externen Modbus-, S7- oder OPC-UA-Testserver verbinden?
Nein. Auch zu Testservern stellt dieser Demo-Build keine Treiberverbindung her.
Warum bleibt mein Wert unverändert?
Ein Simulationswert ist zunächst ein Anfangswert. Für Änderungen ist eine lokale Bedienung oder projektierte Simulationslogik erforderlich. Kontrollieren Sie außerdem die Symbolzuordnung.
Mein übernommenes Projekt zeigt keine Simulationswerte.
Ein vollständiges Projekt kann eine gespeicherte Treiberauswahl enthalten. In der Demo stehen keine Kommunikationstreiber zur Verfügung; die Übernahme der Tabellen-Anfangswerte setzt jedoch ein Projekt ohne ausgewählten Treiber voraus. Testen Sie dieselbe CSV in einem neuen Demo-Projekt. Für die Umstellung eines bestehenden Projekts wenden Sie sich an den Support.
Die Hilfe zeigt mehr Funktionen als meine Demo.
Die gemeinsame Hilfe beschreibt auch die Vollversion und Zusatzbibliotheken. Eine Beschreibung in der Hilfe ist keine Freischaltung.

6. Weiterführende Hilfe

Bei Rückfragen bitte START-DEMO, die Demo-Version und den betroffenen Schritt nennen.