PamaglaweBedien- und Projekthilfe
Alarme & Meldungen · Global

Alarmmeldungen einrichten

Hier bereiten Sie zuerst die projektweiten Alarmmeldungen vor. Im Playmodus werden daraus die Ereignisse der globalen Alarmhistorie. Das funktioniert mit Simulation, Modbus TCP direkt, PamaGlawe Connect, Siemens S7/Moka7 und OPC UA. Für den ersten Test genügt ein Klick auf das lokale Simulationsbeispiel.

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1. Den globalen Alarmbereich öffnen

  1. Wählen Sie links unter Seiten die feste Seite Globale Alarme.
  2. Öffnen Sie die Eigenschaften der großen Alarmanzeige mit einem Doppelklick oder einem Rechtsklick.
  3. Klicken Sie auf Alarme einstellen.
Die globale Alarmanzeige gehört fest zum Projekt. Über „Alarme einstellen“ öffnen Sie ihren Meldungsbereich.

2. Das Simulationsbeispiel laden

Ein neuer Alarmbereich enthält zunächst keine Meldetexte. Klicken Sie unten links auf Simulationsbeispiel laden.

Der leere Ausgangszustand. Die türkisfarbene Schaltfläche trägt den vollständigen Meldungsbereich für den lokalen Test ein.

Pamaglawe trägt automatisch Simulation, die Startadresse 40001, zwei Wörter und drei Beispielmeldungen ein. Die Adressen dienen nur dem lokalen Funktionstest und legen keinen späteren Kommunikationstreiber fest:

AdresseBitAlarmklasseMeldung
400010StörungAnlage Störung
400011WarnungTemperatur Warnung
400020HinweisWartung erforderlich
Das vollständige Simulationsbeispiel nach einem Klick.

3. Den Alarmbereich verstehen

SPS / Gerät
Bezeichnet die Datenquelle. Simulation ist für den lokalen Test vorgesehen; in einem Anlagenprojekt steht hier das Gerät aus der SPS-Tabelle. Dessen Treiberzuordnung bestimmt den Kommunikationsweg.
Startadresse
Erste Adresse des überwachten Bereichs. Ihre Schreibweise folgt dem zugeordneten Treiber, beispielsweise 40020, DB10.DBW20 oder eine OPC-UA-NodeId.
Anzahl Worte
Größe des zusammenhängenden Meldebereichs von 1 bis 64 Wörtern.
Symbol
Übernimmt ein passendes Symbol beziehungsweise eine Startadresse aus der zuvor geladenen SPS-Tabelle.
Nur unquittierte Meldungen hervorheben
Hebt offene, noch nicht bestätigte Meldungen in der Historie besonders hervor.

4. Tabellen für ein echtes Projekt laden

Hier sind zwei Tabellen zu unterscheiden. Sie erfüllen verschiedene Aufgaben:

TabelleEnthältWird geladen über
SPS-TabelleGeräte, Symbole, Adressen, Datentypen und Verbindungsdaten.Oben im Hauptfenster SPS-Tabelle → CSV importieren oder XML importieren.
Alarmtext-TabelleAdresse, Bit, Meldung und Alarmklasse.Im Alarmbereich CSV importieren.
  1. Laden oder pflegen Sie zuerst die SPS-Tabelle des Projekts.
  2. Aktivieren Sie in den Projekteinstellungen den tatsächlich verwendeten Treiber und prüfen Sie die Gerätezuordnung.
  3. Öffnen Sie danach wieder den globalen Alarmbereich und wählen Sie über Symbol die Startvariable beziehungsweise Startadresse.
  4. Laden Sie mit CSV importieren die zugehörigen Alarmtexte.

Pamaglawe unterstützt dabei alle vier Kommunikationswege des Projekts:

Datenquelle / TreiberTypische AdressformHinweis
Simulation40001Lokaler Test ohne Kommunikationsverbindung; die Adresse ist nur ein eindeutiger Simulationsschlüssel.
Modbus TCP direkt40020Coils und Register verwenden vollständige Modbus-Adressen aus der SPS-Tabelle.
PamaGlawe ConnectAdresse des zugeordneten Connect-GerätsSymbol, Adresse und Datentyp werden aus der gemeinsamen SPS-Tabelle übernommen und über Connect verarbeitet.
Siemens S7 / Moka7DB10.DBW20Die vollständige S7-Adresse einschließlich Bereich und gegebenenfalls DB-Nummer verwenden.
OPC UAns=2;s=Alarms.ActiveDie vollständige NodeId verwenden. Einzelne BOOL-Nodes werden mit Bit 0 ausgewertet.

Die Alarmtextdatei verwendet mindestens die Spalten Adresse;Bit;Meldung;Klasse. Adresse und Register gelten als vollständige SPS-Adresse. Nur ausdrücklich als Offset oder RegisterOffset bezeichnete Werte werden zur Startadresse addiert.

5. Einzelne Alarmtexte bearbeiten

Klicken Sie links auf einen Eintrag. Seine Werte erscheinen rechts unter Eintrag bearbeiten. Ändern Sie Adresse, Bit, Alarmtext oder Alarmklasse und klicken Sie auf Änderungen am Eintrag speichern.

Die Liste wird automatisch zuerst nach Adresse und danach nach Bit sortiert. Das gilt auch nach dem Hinzufügen, Bearbeiten und CSV-Import; der bearbeitete Eintrag bleibt ausgewählt.

Ohne ausgewählten Listeneintrag bleibt diese Schaltfläche deaktiviert. Als neuen Eintrag hinzufügen erzeugt dagegen einen weiteren Alarm. Eintrag löschen entfernt die Auswahl; Alle löschen leert die gesamte Liste nach einer Sicherheitsabfrage.

6. Übernehmen, Vorschau prüfen und speichern

  1. Klicken Sie im Alarmbereich unten rechts auf Übernehmen.
  2. Schließen Sie anschließend auch die Objekteigenschaften mit Übernehmen.
  3. Prüfen Sie die farbige Vorschau auf der Seite Globale Alarme.
  4. Speichern Sie das Projekt mit Strg+S oder dem Diskettensymbol.
Die Entwurfsansicht zeigt repräsentative Ereignisse für KOMMT, QUITT. und GEHT. Das ist eine Gestaltungsvorschau, noch kein Livezustand der Anlage.

7. Einen Testbutton auf der Anlagenübersicht einrichten

Der Alarmbereich zeigt Meldungen an, löst sie aber nicht selbst aus. Für den lokalen Funktionstest platzieren Sie deshalb einen gewöhnlichen Button auf der Anlagenübersicht.

  1. Wählen Sie die Seite Anlagenübersicht.
  2. Klicken Sie in der Objektpalette unter Grundobjekte auf Button und platzieren Sie ihn auf einer freien Stelle.
  3. Öffnen Sie seine Eigenschaften. Tragen Sie als sichtbares Label Alarm simulieren ein.
  4. Tragen Sie bei SPS / Gerät Simulation und bei Echte SPS-Adresse 40001 ein. Lassen Sie den Datentyp BOOL; IP-Adresse und symbolische Variable bleiben leer.
Für den lokalen Test sind nur „Simulation“ und „40001“ erforderlich.
  1. Klicken Sie auf Buttonfunktion einstellen.
  2. Wählen Sie Ein / Aus umschalten. Tragen Sie bei Text bei Ein Alarm EIN und bei Text bei Aus Alarm AUS ein.
  3. Übernehmen Sie zuerst die Buttonfunktion und danach die allgemeinen Button-Eigenschaften. Speichern Sie das Projekt.
Die beiden Zustandstexte machen sofort sichtbar, ob der Testalarm ein- oder ausgeschaltet ist.

8. Den vollständigen Alarmablauf testen

  1. Starten Sie den Playmodus mit F5.
  2. Klicken Sie auf der Anlagenübersicht auf Alarm AUS. Der Button wechselt zu Alarm EIN; die globale Alarmleiste wird rot und zeigt GLOBAL 1 · 1 offen.
  3. Öffnen Sie über die globale Alarmleiste die Alarmseite.
  4. Wählen Sie die rote Meldung KOMMT – Anlage Störung aus und klicken Sie auf Ausgewählte Meldung quittieren.
  5. Gehen Sie zurück zur Anlagenübersicht und schalten Sie den Button auf Alarm AUS. Öffnen Sie anschließend erneut die Alarmseite.
Der Alarmbereich ist unabhängig von der aktuellen Prozessseite: Die rote globale Alarmleiste meldet die Störung direkt auf der Anlagenübersicht.

Die Alarmhistorie enthält danach den vollständigen Ablauf:

  • KOMMT: Die Meldung ist aktiv geworden.
  • QUITT.: Ein berechtigter Bediener hat die Meldung bestätigt.
  • GEHT: Die auslösende Bedingung ist nicht mehr aktiv.
Nach dem Ausschalten steht oben „Aktiv: 0“. KOMMT, QUITT. und GEHT bleiben als nachvollziehbare Ereignisse in der Historie erhalten.

Die globale Statusleiste bleibt auf den Prozessseiten sichtbar. Alarmseite öffnen wechselt zur Historie; Zurück führt zur vorherigen Seite. Die angezeigte Historie kann im Playmodus als CSV-Datei exportiert werden.

9. Häufige Fragen

Warum sehe ich Meldungen schon im Entwurfsmodus?

Die drei Zeilen sind eine Vorschau der Darstellung. Reale Zeitstempel und Zustandswechsel entstehen erst im Playmodus aus den Prozesswerten.

Warum ist „Änderungen am Eintrag speichern“ deaktiviert?

Wählen Sie zuerst links genau den Eintrag aus, den Sie bearbeiten möchten.

Warum brauche ich für die Simulation keine Treiberdaten?

Der Ein-Klick-Beispielweg nutzt die lokale Datenquelle Simulation. Er ist bewusst unabhängig von Modbus, Connect, S7 und OPC UA. Geräte-, Verbindungs- und Treiberdaten benötigen Sie erst für eine echte Anlagenkommunikation.

Warum erscheint eine unerwartete Alarmmeldung?

Prüfen Sie, ob ein anderes Prozess- oder Bedienobjekt dieselbe Adresse wie der Alarmbereich verwendet. In einem echten Projekt sollte der Meldebereich exklusiv reserviert sein. Die gemeinsame Adresse des beschriebenen Testbuttons ist dagegen beabsichtigt.

Der CSV-Import zeigt keine Alarmtexte

Prüfen Sie die Kopfzeile und verwenden Sie mindestens Adresse, Bit und Meldung. Die Alarmklasse ist optional; ungültige Bitnummern außerhalb 0 bis 31 werden nicht übernommen.

Meldungen in mehreren Sprachen

Eigene Alarmmeldungen werden nicht automatisch übersetzt. Hinterlegen Sie zu jeder deutschen Grundmeldung die benötigten Sprachtexte.

  1. Den Alarmbereich öffnen und in den Alarmdefinitionen eine Meldung auswählen.
  2. Neben dem Alarmtext auf Übersetzungen klicken. Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Polnisch und Portugiesisch können getrennt gepflegt werden.
  3. Die Übersetzungen übernehmen, Änderungen am Eintrag speichern wählen und anschließend den Alarmdialog mit Übernehmen schließen. Das Projekt speichern.

Aktive Meldungen, die globale Meldezeile und die Historienanzeige verwenden die eingestellte Oberflächensprache. Leere oder fehlende Übersetzungen fallen auf den deutschen Grundtext zurück. Neue Historieneinträge bewahren die beim Ereignis gültigen Meldungstexte und Übersetzungen; ältere Einträge ohne Übersetzungen behalten ihren gespeicherten Text. Texte, die dynamisch aus einer SPS kommen, werden unverändert angezeigt.

Auch Standardtexte folgen der Sprache, zum Beispiel KOMMT / ACTIVE, GEHT / CLEARED, QUITT. / ACK., „Keine aktiven globalen Alarme“, „Ausgewählte Meldung quittieren“ und „Historie als CSV“. Interne Ereigniscodes bleiben zur Auswertung stabil; ein CSV-Export kann deshalb weiterhin deutsche Ereigniscodes enthalten.

In der Tankdemo sind die Pumpenmeldungen für Handbetrieb (Bit 1), Störung (Bit 2) und Wartung (Bit 3) getrennt angelegt.

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